53. Wolsfelder Bergrennen

Ein schwarzer Alfa Romeo GTV Stradale, der mit einer Metallleitplanke an der Seite auf einer Waldstraße fährt, weckt den Nervenkitzel des Wolsfelder Bergrennens.

28.05.2015

Saisonstart in der Eifel

Als Einstieg in die Saison 2015 und gleichzeitig zum ersten Mal überhaupt trat unsere Alfa Romeo 2.0 GTV Stradale mit unserem Fahrer Jörg beim 53.Wolsfelder Bergrennen in der GLPBerg an. Im Winter waren einige Umbauten aufgrund geänderterm Reglement notwendig. Dies betraf in der Hauptsache die Sicherheitsausstattung, so war zum Beispiel eine Umrüstung vom bisherigen 4-Punkt auf einen 6-Punkt-Gurt notwendig. Die Arbeiten konnten alle rechtzeitig in Eigenarbeit erledigt werden. Beinahe wäre das Rennfahrzeug kurz vor dem Rennen ein Opfer der Flammen in der benachbarten Halle geworden. Dank dem schnellen und sehr organisierten Einsatz der Feuerwehr konnte jedoch ein Übergreifen des Feuers verhindert werden und der Alfa aus der Halle trotz Stromausfall in Verbindung mit Elektrotor und Hebebühne gerettet werden.

Die Strecke in Wolsfeld bei Bitburg ist die kürzeste und engste Strecke im Bergrennsportkalender der GLPBergmeisterschaft. Beim ersten Trainingslauf am frühen Pfingstsonntagmorgen zeigte sich darüber hinaus, dass sie auch im Trockenen extrem rutschig ist und man sehr auf der Hut sein muss. Im Laufe des Tages änderte sich die Gripsituation aufgrund des Gummiabriebs zum Besseren, aber nächtlicher Regen vor dem Renntag spülte alles wieder schön sauber, so dass es am Montagmorgen umso rutschiger wurde. Die Wetterkapriolen sollten dann für den Ausgang des Rennens auch in der Gleichmäßigkeitswertung eine entscheidene Rolle spielen.

Regenroulette am Renntag

Da für den Tag eine recht hohe Regenwahrscheinlichkeit angesagt war und das Regenradar für genau 9 Uhr, also zum Start des ersten Rennlaufes, einen ordentlichen Schauer voraussagte, zogen wir sicherheitshalber die Regenreifen auf. Der Regen kam dann aber nicht, trotzdem brannte Jörg eine 1.24.730 min in den extrem rutschigen Asphalt – nur 0.8 Sekunden langsamer als tags zuvor beim letzten Trainingslauf mit Slicks. Die Setzzeit, die es in den beiden weiteren Läufen zu treffen gilt, war somit eingestellt. Der 2.Lauf würfelte dann aber schnell alles durcheinander: Konnten die vorderen Teilnehmer der GLPBerg noch auf weitestgehend trockener Strecke eine ähnliche Zeit fahren wie am frühen Morgen, so traf die später gestarteten ein Regenschauer, der den Mittelteil der Strecke in eine Rutschbahn verwandelte. Davon war auch der TANDLER Alfa Romeo betroffen. Die Setzzeit war somit nicht mehr erreichbar: 1.27.810 min.

Der Dritte Lauf war dann komplett im Nassen zu absolvieren und Jörg brachte unter diesen Bedingungen eine ordentliche Zeit zusammen und betrieb so Schadensbegrenzung: 1:33.031 – damit war er schneller als viele seiner Konkurrenten, die im Trockenen aufgrund eines besseren Leistungsgewicht normalerweise vor ihm liegen. Das half natürlich, die Gesamtabweichung gering zu halten.  In der Gleichmäßigkeit reichte es zu einem 6.Gesamtplatz von 14 Startern und in der GLPBerg Meisterschaft gelang sogar der Sprung aufs Treppchen: 3.Platz und somit wertvolle Meisterschaftspunkte. Erste im Gesamt GLP-Klassement wurde Jutta Meuser (MG Midget Mk3) mit einer Gesamtabweichung von 4.720 sek vor Volker Pesch im Lotus Seven S2 Twincam (6.847 sek) und Leslie Richter im VW Polo I (7.333 sek). Wir gratulieren!

Insgesamt war das Bergrennen eine sehr schöne Veranstaltung, die Strecke ist aufgrund der vielen engen Kurven und recht glatten Oberfläche anspruchsvoll. Natürlich gab es abends beim Grillen in der unnachahmlichen Bergrennsportatmosphäre im Fahrerlager wieder viel zu erzählen. Wir freuen uns schon auf den 12.ADAC Bergpreis am Schottenring am 13./14.Juni. Die Zeit ist knapp, zumal noch kleinere Optimierungen an der Bremsanlage des Alfas anstehen – schließlich muss in Schotten vor Kurven oft aus recht hoher Geschwindigkeit abgebremst werden. Ein ganz anderer Streckencharakter als in Wolsfeld.

Wir wünschen unserem Team viel Glück.