Hitzeschlacht am Iberg – Avon GLPberg Cup 2019

02.07.2019

Heiß ging es her beim 24. Internationalen ADAC Ibergrennen im schönen Heilbad Heiligenstadt im Eichsfeld. Dies traf nicht nur auf das Wetter zu, sondern auch auf den engen Kampf im Avon GLPberg Cup 2019. Mit dabei war auch wieder unsere TANDLER Alfa Romeo GTV 2.0 Stradale mit Fahrer Jörg Pohlmann. Insgesamt hatten 17 Fahrer in der Klasse genannt, neben den GLPberg-Meisterschaftsfahrern hatten sich auch einige Gaststarter angemeldet. Das Fahrerlager im Heilbad hat einen ganz eigenen Charakter, da es nicht in Wald und Wiesen liegt, sondern sich die Fahrzeuge mitten in den Wohnstraßen zentrumsnah verteilen. Das hat natürlich Vor- und Nachteile: Es ist recht eng, aber Supermärkte, Restaurants und Hotels sind in fußläufiger Entfernung. Der ganze Ort scheint mitzufiebern. Wir haben die Stimmung sehr genossen.

 

 

Dazu zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite: Sonne, Sonne, Sonne. Vermutlich eines der heißesten Wochenenden in diesem Jahr mit Temperaturen von deutlich über 30°C, in den Fahrzeugen waren es über 55°C. Jeder, der mal mit feuerfester Unterwäsche, Rennoverall, Helm, HANS und Handschuhe am Vorstart im Auto in der prallen Sonne gestanden hat, wird verstehen, warum eisgekühlte Getränke der Renner schlechthin waren.

 

 

Für das TANDLER Team war die Teilnahme am Ibergrennen eine Premiere. Trotzdem fuhr Jörg bereits im ersten Trainingslauf gleich eine 1:18er Zeit – in der Folge sollte er dies oft wiederholen: In 6 von 7 Trainings- und Rennläufen standen 1:18er Zeiten zu Buche, lediglich im 3.Trainingslauf gab es eine 1:17er Bergfahrt. Die Gleichmäßigkeit war also gegeben. Da es am Samstag 4 Trainingsläufe gab und auch das Wetter über das ganze Wochenende stabil bleiben sollte, war der Rennrythmus somit gefunden.

 

 

Der Rennsonntag begann dann gleich mal mit technischen Problemen an der Alfa GTV. Die erst im Frühjahr installierte und eingestellte Zündanlage hatte Ausfälle. Zunächst versagte eine der beiden Zündspulen des Doppelzündermotors ihren Dienst. Dies äußerte sich zum einen durch leichten Leitungsverlust und schlechtem Startverhalten, zum anderen durch einen Komplettausfall des Drehzahlmessers – und ohne den geht eigentlich gar nichts. Dazu kamen dann noch zwei Motoraussetzer im Setzzeitlauf und der komplette Ausfall des Motors nach der Zieldurchfahrt. Irgendwie gelang es dann aber unserem Piloten, den Motor wieder in Gang zu bringen, so dass er an den beiden weiteren Rennläufen teilnehmen konnte – allerdings mit gebremster Motivation aufgrund des fehlenden Vertrauens in die Zündanlage. Nach dem zweiten Rennlauf wurde der TANDLER Alfa auf Platz 11 geführt und dass, obwohl die Abweichung zum ersten Lauf nur 0,652 Sekunden betrug. Das war an diesem Wochenende in dem hochklassigen GLPberg Starterfeld aber einfach zu viel, hatten die führenden Piloten doch nur eine Abweichung von wenigen Hundersteln Sekunden. Im dritten Lauf gelang es Jörg dann aber noch, sich auf den 6. Platz vorzukämpfen – ein Ergebnis mit dem er, insbesondere in Anbetracht der technischen Probleme, durchaus zufrieden sein kann. Übrigens kam Jörgs Bruder Axel Pohlmann mit seinem Alfa Romeo 75 TS mit einer Zehntelsekunde Vorsprung in der Gleichmäßigkeit auf den 5.Platz und durfte somit auf das Siegerpodest – ein schönes Familienergebnis.

 

 

Von den 17 gestarteten GLPberg Piloten gab es leider 2 Ausfälle zu vermelden. Zunächst legte sich Christian Handa mit seinem Lancia Delta Integrale EVO3 unsanft mit einer Leitplanke an, eine Reparatur war vor Ort leider nicht möglich. Das traf auch auf den bärenstarken BMW 2000tii Touring Turbo von Heinz Berghoff zu, der mit einem Differenzialschaden die Segel streichen musste. Trotz Motorproblemen konnte sich Oliver von Fragstein mit seinem Ford Escort den 4.Platz sichern. Sieger in der Gleichmäßigkeitswertung und gleichzeitig schnellster verbliebener Fahrer wurde Lothar Löffler mit seinem Opel Kadett D (Gesamtabweichung 0,108 s) vor Axel Milek im VW Golf I 8V (0,431 s) und Manfred Ruth (Peugeot 205 SX, 0,527 s). Das gesamte Rennergebnis nach Klassen ist hier zu finden: Rennergebnis Ibergrennen.

 

 

Wir gratulieren allen Hitzekämpfern sehr herzlich und freuen uns auf das Rennen am Hauenstein in Unterfanken – dann hoffentlich mit aussortierten Zündungsproblemen. Abschließend gebührt dem Veranstalter noch ein großes Lob – der gesamte Ablauf war top-organisiert!