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Avon GLPberg Cup 2023 – 10. ADAC Weser-Bergpreis Revival Höxter 2023

Rennsport

24.07.2023

Zum 10-jährigen Jubiläum des Weser-Bergpreis Revivals war auch das TANDLER Scuderia Transaxle Team im Rahmen des Avon GLPberg Cups 2023 am Start. Anders als bei den anderen GLPberg Veranstaltungen darf auf der schönen und recht frisch asphaltierten 3334 m langen Strecke eine Mindestzeit von 2:30 min nicht wesentlich unterschritten werden, was die Sache für die Gleichmäßigkeitsfahrer ohne Zeitmesser im Fahrzeug (Uhren sind in der GLPberg ja verboten) ungleich schwieriger macht. 2:30 min entspricht einer Durchschnittgeschwindigkeit von 80 km/h, die sich trotz dreier enger Schikanen und stehendem Start mit den meisten GLPberg Fahrzeugen realisieren lässt, so dass man vor dem Ziel etwas Zeit vertrödeln muss, um nicht unter die Mindestzeit zu geraten. Da ist dann viel Gefühl (oder Glück?) gefragt.

 

 

Es gab leider nur 2 Trainingsläufe für die Modus 2 Teilnehmer, wobei der erste für unseren Fahrer Jörg Pohlmann und auch andere Teilnehmer nicht besonders hilfreich war, da kurz vor dem Ziel ein Fahrzeug einer anderen Klasse (Modus 1 mit Uhr, 4 min Mindestzeit) in der Wartezone stand, weil der Fahrer seinen Timer auf 4 Stunden anstatt auf 4 Minuten eingestellt hatte. Warum er dieses Malheur erst nach 21 min Standzeit bemerkte, entzieht sich unserer Kenntnis. Der zweite Trainingslauf lief dann besser und die Zeit passte auch. Der dritte Lauf war gleichzeitig der Setzzeitlauf. Diese Zeit galt es dann am Sonntag drei mal zu wiederholen.

 

 

Das Training fand komplett bei trockenen Bedingungen statt, auch der erste Lauf am Sonntag konnte mit profillosen Slicks absolviert werden. Das Regenradar zeigte aber aufkommendes Ungemach zum zweiten Wertungslauf, so dass aus Sicherheitsgründen Regenreifen am Alfa Romeo unseres Teams montiert wurden. Zwar tröpfelte es dann nur ein bißchen, aber die gesetzte 2:30 min war auch mit den Regenreifen machbar. Bei der Rückführung vom Ziel auf dem Berg ins Tal lief der Motor der GTV dann aber zunehmend schlecht und produzierte einige Fehlzündungen mit entsprechender Geräuschkulisse. Auch beim Vorstart zum letzten Rennlauf lief der Motor insbesondere bei niedrigen Drehzahlen äußerst unrund und es stand zu befürchten, dass wie schon beim Ibergrennen die Technik beim letzten Lauf ein gutes Gesamtergebnis verhindern sollte. Bei Volllast war dann aber alles wieder bestens, erst nach der Zieldurchfahrt war dann endgültig Schicht im Schacht: Der Motor ging aus und ließ sich in der Folge auch nicht mehr starten, so dass der waidwunde Alfa mit dem Anhänger aus dem Zielbereich geholt werden musste.

 

 

Umso größer und schöner war dann die Überraschung, dass es für Jörg zum Klassensieg in der GLPberg gereicht hatte, Gesamtabweichnung 1,77 Sekunden zum Setzzeitlauf. Zweiter wurde Jörgs Bruder Axel Pohlmann (Alfa Romeo 75 2.0 TS, 3,08 s) vor Heiko Messerschmidt im Audi 80 Quattro (3,51 s). Letzterer wurde am Trainingstag ebenfalls von Motorproblemen geplagt, die er aber wieder in den Griff bekam, während der Fiat 850 Speciale der Dame im Feld, Jennifer Kaufel-Meier, das ganze Wochenende über mit Hitzeproblemen und zu geringem Öldruck kämpfen musste.

 

 

Die Ursache für die erneuten (scheinbaren) Zündungsprobleme am Twin Spark Motor der Scuderia Transaxle Alfa Romeo GTV bleiben zunächst im Dunkeln, zumal ja im Vorfeld Zündspulen und -kerzen gewechselt wurden. Da steht wohl wieder etwas Arbeit in der Schrauberhalle unseres Teams an. Sonst wäre es ja auch langweilig. Wir drücken die Daumen, dass das Auto zur nächsten Veranstaltung „Pista & Piloti“ nach der Urlaubszeit wieder perfekt läuft.

Wir bedanken uns bei dem Organisationsteam des Weserbergpreises für eine schöne Veranstaltung, es hat uns sehr viel Spaß gemacht.

24. Juli 2023/von Jörg Pohlmann
Schlagworte: Alfa Romeo GTV 2.0 Stradale, GLPBerg, Jörg Pohlmann, Klassensieg GLPBerg, Scuderia Transaxle
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