Pista & Piloti 2023 – Italienische Leidenschaft

04.09.2023

Nachdem wir schon letztes Jahr am Pista & Piloti teilgenommen hatten (siehe hier) und wir die Veranstaltung in sehr guter Erinnerung haben, lag es nahe, auch dieses Jahr wieder den langen Weg von Bremen nach Pferdsfeld im Hunsrück auf uns zu nehmen. Und wir können sagen: Es hat sich wieder mehr als gelohnt! Die tolle Atmosphäre im Fahrerlager, die schöne, abwechslungsreiche Strecke in Pferdsfeld und vor allem die vielen interessanten Gespräche machten das Wochenende zu einem wunderbaren Erlebnis. Dazu gab es dieses Mal noch tolle Geschichten von der Motorsportjounalisten-Legende Rainer Braun – einfach klasse!

 

 

Am Samstagmittag wurde das Fahrerlager bezogen, Papier- und Technikabnahme gingen unproblematisch über die Bühne und dann war viel Zeit, um neue Kontakte zu knüpfen oder alte zu pflegen. Bei knapp 300 Fahrzeugen, davon alleine ca. 200 Alfa Romeo kam keine Langeweile auf. Dazu waren über das gesamte Wochenende mehrere Filmteams unterwegs, wir selbst wurden von Sport1/Welt und von der Motor Presse TV GmbH zum Interview gebeten und sind sehr gespannt auf die Ergebnisse. Sobald die entsprechenden Dokumentationen zur Verfügung stehen, erfahrt Ihr dies natürlich hier und in unseren sozialen Netzwerkauftritten.

 

 

Nach einem entspannten Abend im Fahrerlager ging es am Sonntag dann für die Teilnehmer auf die Strecke, jeweils in Gruppen. aufgeteilt. Die TANDLER Scuderia Transaxle Alfa Romeo GTV war mit Startnummer 156 in der „Coppa Veloce“ unterwegs, es wurden 2 Stints à 30 Minuten gefahren, der erste Stint war direkt vor der Mittagspause angesetzt. Laut Wettervorhersage und auch laut Aussage von Einheimischen sollte es trotz Bewölkung trocken bleiben, also ging es mit Slickbereifung zum Vorstart. Und dann kam es wie es kommen musste: Ein heftiger Schauer zog über das TRIWO Gelände und setzte die Strecke ordentlich unter Wasser. Für einen Reifenwechsel war es zu spät und so ging es für Jörg als Einzigem mit den profillosen Reifen auf die Strecke. Die ersten Runden fuhr er dementsprechend wie auf rohen Eiern, zumal die Haftung öfter mal abriss und er alle Hände voll zu tun hatte, das Fahrzeug auf der Strecke zu halten.

 

 

Nach und nach trocknete die Ideallinie aber ab und die Slicks erwiesen sich am Ende dann doch als richtige Wahl – solange man eben auf dieser Linie blieb. Lediglich die lange Gerade war noch lange nass, hier hieß es bis zum Schluss: Obacht! Nach den 30 Minuten voller Konzentration sah der Fahrer entsprechend fertig aus, hatte sich aber gemäß Feedback wohl den Respekt einiger anderer Fahrer verdient. In jedem Fall war dies eine interessante Erfahrung.

 

 

Beim zweiten Stint am späteren Nachmittag war es dann auf der Strecke trocken und die GTV durfte dank leichtem Formula GT Alu-Doppelzünder, Slicks und kurzem Getriebe mit TANDLER Kegelradsatz zeigen, dass mit ihr auch leistungsstärkere Autos in Schach gehalten werden können und die Kämpfe um Positionen auf der Strecke haben allen richtig Spaß gemacht. Dabei wurde immer mit Respekt und Rücksicht zwischen den Fahrern vorgegegangen, denn es ging ja um nichts. Lediglich der Fahrer eines nicht-italienischen Fremdfabrikats (Ford Sierra Cosworth) benahm sich ordentlich daneben, drückte unseren Fahrer Jörg Pohlmann ohne Not in einen Notausgang und fuhr gar einem Alfa 145 QV Fahrer ordentlich in die Seite. Solche Leute braucht kein Mensch auf so einer schönen Veranstaltung.

 

 

Ansonsten war das Pista e Piloti auch in diesem Jahr eine runde Sache, wir haben es sehr genossen und hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sein können. Wir danken dem Veranstalter Marco Wimmer und seinem Team für ihren unermüdlichen Einsatz und den Sponsoren, die so etwas überhaupt erst möglich machen, unter anderem: Alfa Romeo, Bilstein, OKP, TRIWO Automotive Testing, Brose, Prestel Rallyemetrie, Helvetia